Karlsbrücke

Die Karlsbrücke ist eine der meistbesuchten Prager Sehenswürdigkeiten. Zu Recht: Sie ist die älteste steinerne Brücke Prags und die zweitälteste in der Tschechischen Republik, die bis heute erhalten ist.

Ihren Namen trägt sie nach ihrem Gründer, Karl IV., der sie 1342 an der Stelle der zerstörten Judithbrücke errichten ließ. Mit dem Bau der gotischen Brücke beauftragte er den erst siebenundzwanzigjährigen Architekten Peter Parler. Fertiggestellt wurde sie erst zu Beginn des 15. Jahrhunderts. Weltberühmt wurde sie vor allem durch die Verbindung strenger Gotik mit monumentaler barocker Skulpturenausstattung. Insgesamt wurden im Laufe von 300 Jahren 30 Statuen und ein Kreuz aufgestellt. Zu den bekanntesten Werken gehört eine Figurengruppe von Matthias Bernhard Braun.

Über die Brücke führte die berühmte Königsroute. Auch militärisch war sie wichtig, etwa als die Schweden 1648 auf ihr Prag angriffen. Früher fuhren Pferdebahn, Straßenbahnen, Busse und sogar Autos über die Brücke. Heute ist sie ausschließlich Fußgängern vorbehalten. Sie ist 516 Meter lang und 10 Meter breit, ruht auf 16 Pfeilern und besteht aus Sandsteinquadern. Im Jahr 2010 wurde ihre umfangreiche Rekonstruktion abgeschlossen.

Die Karlsbrücke ist auch ein beliebter Ort für den ersten Hochzeitskuss. Ihre Bögen sehen Sie vom Deck unserer Schiffe und Dampfer bei einer unserer regelmäßigen Fahrten.

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