Vyšehrad

Als Vyšehrad bezeichnet man die historische Befestigung auf dem Felsen über dem rechten Moldauufer, aber auch das gleichnamige Viertel im Süden des Verwaltungsbezirks und Stadtteils Prag 2. Es ist ein mythischer Ort, mit dem viele Sagen aus den Anfängen der tschechischen Geschichte verbunden sind.

Vyšehrad entstand bereits in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts als Fürstenburg. Ende des 11. Jahrhunderts residierte hier der erste böhmische König Vratislav I. Bei der Kirche St. Peter und Paul wurde das sogenannte Vyšehrad-Kapitel eingerichtet. Später wurde Vyšehrad vor allem zu einer Festung, die Prag von Süden schützte. Diese Festung wurde in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts umfassend barock umgebaut. Vom 15. bis zum 19. Jahrhundert war Vyšehrad mit seiner Unterstadt außerdem eine selbstverwaltete Stadt, bis 1848 dem Vyšehrad-Kapitel unterstellt und 1883 an Prag angeschlossen.

Zur selben Zeit wurde der Friedhof bei der Kirche St. Peter und Paul zu einer Begräbnisstätte verdienter tschechischer Persönlichkeiten mit dem zentralen Bereich Slavín umgestaltet. Seit 1962 ist das parkartig gestaltete Vyšehrad-Areal ein nationales Kulturdenkmal. Im Jahr 2001 umfasste das Katastergebiet Vyšehrad 36,26 ha und zählte in 114 Häusern 1913 Einwohner.

Zum sagenumwobenen Vyšehrad bringen wir Sie gern an Bord unserer Schiffe und Dampfer, wenn Sie mit uns eine der längeren Fahrten unternehmen, also mehr als die einstündige Rundfahrt.

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